Wenn Toast dich unsterblich macht...
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Toastlight- Bis(s) ins Butterbrot

Entschuldigung an alle Twilight-fans ich finde die Bücher eigendlich auch sehr gut aber Twilight nervt!!!!!

 

 



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Ich hatte mir nie viele Gedanken darüber gemacht, wie ich getostet werden würde, obwohl ich in den vergangenen Monaten allen Grund dazu gehabt hätte. Und wenn, wäre meine Vorstellung ohnehin eine andere gewesen.
Mein Blick war auf die dunklen Augen des Esels geheftet, der am anderen ende des langgezogenen Raumes stand und mich freundlich betrachtete. Ich atmete nicht.
Es war ganz sicher eine gute Art getostet zu werden - an Stelle eines anderen, eines geliebten Toasts. Es war sogar edel. Das musste etwas wert sein.
Wäre ich nicht nach Froschs gegangen, würde ich jetzt nicht dem Tod ins Auge blicken, das stand fest. Doch trotz meiner Angst konnte ich mich nicht dazu bringen, die Entscheidung zu bereuen. Wenn einem das Leben einen Traum beschert, der jede Erwartung soweit übersteigt wie dieser, dann ist es sinnlos zu trauern, wenn er zu Ende geht.
Der Esel lächelte und kam ohne Eile auf mich zu, um mich zu tosten.
27.6.09 11:27


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Geständnisse

Edwards Anblick in der Sonne war ein Schock. Jetzt starrte ich ihn zwar schon den ganzen Nachmittag lang an, aber ich konnte mich einfach nicht daran gewöhnen. Er war ein Vampir-Esel. Seine Ohren waren lang und Spitz. Sein Gesicht war ebenfalls lang. Sein geöffnetes Hemd enthüllte seine perfekte Brust mit dem wunderschönen grauen Fell. Sein Anblick erinnerte mich an die Statue eines vollkommenen Toasts. 

Ich hätte mich gerne, genau wie er, auf den Rücken sinken lassen, um die Wärme der Sonne auf meinem Gesicht zu spüren. Doch dann hätte ich meinen Blick von ihm abwenden müssen – und so saß ich mit angezogenen Beinen da, stützte mein Kinn auf die Knie und betrachtete ihn. Ein sanfter Wind blies durch meine Haare und bewegte das Gras rings um seine bewegungslose Gestalt.

Die Wiese, deren Schönheit mir eben noch den Atem geraubt hatte, war neben seiner Pracht verblasst. Zaghaft und wie immer voller Angst, dass er sich – zu schön, um tatsächlich wahr zu sein – wie ein Trugbild in Luft auflösen könnte, näherte ich meine Hand seinem Arm und strich ihm mit einem Finger über das Fell. Zum hundertsten Mal bestaunte ich die perfekte Beschaffenheit seines fells: rau, grau und stoppelig. Als ich wieder aufblickte, sah er mich an; das Frühstück hatte seine Augen verändert – sie waren viel heller als vorher und hatten einen warmen, karamellartigen Farbton. Seine makelloses Maul verzog sich zu einem flüchtigen Lächeln.

»Mach ich dir denn keine Angst?«, fragte er schalkhaft, doch es lag auch wirkliche Neugier in seiner weichen Stimme. »Nicht mehr als sonst auch.«

Sein Lächeln wurde strahlender; seine zwei Zähne blitzten in der Sonne.

Ich rutschte etwas näher zu ihm heran und strich mit allen Fingern einer Hand über sein Fell. Sie zitterten – seiner Aufmerksamkeit würde das nicht entgehen.

»Darf ich?«, fragte ich, da er seine Augen wieder geschlossen hatte.

»Ja«, sagte er und seufzte wohlig. »Du kannst dir nicht vorstellen, wie sich das anfühlt.«

Mit einer Hand fuhr ich leicht über seinen perfekten, schwarzen, in der sonne glänzenden hufes. Mit der anderen Hand griff ich nach seinem Huf, um ihn umzudrehen, doch er erriet meine Absicht und stellte seine hufe mit einer verstörend schnellen, kaum sichtbaren Bewegung fest auf den boden. Ich erschrak, und für einen Moment erstarrten meine Finger, die jetzt auf der wiese lagen.

»Verzeihung«, murmelte er. Ich blickte ihn an und sah gerade noch, wie sich seine goldenen Augen wieder schlossen.

»In deiner Nähe vergesse ich meine übliche Vorsicht allzu leicht.«

Ich hob seinen huf wieder an, drehte ihn hin und her und betrachtete das Glitzern der Sonne auf seiner glatten fläche.
Dann zog ich ihn näher an mein Gesicht und versuchte, verborgene muster in seiner struktur zu erkennen.


»Sag mir, was du denkst«, flüsterte er. Ich blickte auf und sah, dass er mich eindringlich musterte. »Es ist immer noch so seltsam für mich, es nicht zu wissen.« »So geht es uns anderen die ganze Zeit.«

»Was für ein hartes Leben.« War da wirklich eine Spur des Bedauerns in seiner Stimme? »Aber das war keine Antwort.«

»Ich hab mir auch gerade gewünscht zu wissen, was in dir vorgeht …« Ich stockte. »Und?«

»Ich hab mir gewünscht, ich könnte glauben, dass es dich wirklich gibt. Und, dass ich keine Angst haben muss.«

»Ich will nicht, dass du Angst hast.« Seine Stimme war nicht mehr als ein sanftes wieheren. Ich hörte ihr an, was er nicht sagen konnte, ohne zu lügen: dass es keinen Grund zur Angst gab – dass ich nichts zu befürchten hatte.

»Hmmm, na ja, das ist nicht die Angst, die ich meine, obwohl ich das vermutlich im Auge behalten sollte.«


Plötzlich – zu schnell, als dass ich es wirklich hätte wahrnehmen können – hatte er sich halb aufgerichtet und stützte sich auf sein rechtes vorderbein. seinen linken huf hielt ich immer noch in meiner hand, sein toastiges Antlitz war nur noch Zentimeter von meinem entfernt. Normalerweise wäre ich vor seiner unerwarteten Nähe zurückgezuckt, doch ich war unfähig, mich zu bewegen. Seine goldenen Augen hielten mich in ihrem Bann.

»Wovor hast du dann Angst?«, flüsterte er eindringlich. Doch ich konnte nicht antworten. Wieder spürte ich seinen kühlen Atem auf meinem Gesicht. Seinen süßen, köstlichen Duft, der keinem anderen glich, den ich kannte. Ohne nachzudenken beugte ich mich vor und atmete tief ein. Im nächsten Moment hatte er mir seinen Huf entrissen und war weg. Als meine Augen wieder klar sehen konnten, war er fast zehn Meter zurückgewichen. Er stand am Rand der kleinen Wiese unter einer Tanne und starrte mich mit einem unergründlichen Ausdruck an. Im Schatten des riesigen Baumes waren seine Augen dunkel.

Die Verletztheit und der Schock versteinerten sein Gesicht. Leer brannten meine Handflächen.

»Tut mir … Leid … Edward«, flüsterte ich. Ich wusste, er konnte es hören.

»Lass mir einen Moment Zeit«, wieherte er gerade so laut, dass ich es mit meinem weniger feinen Gehör verstehen konnte. Ich rührte mich nicht.

Nach zehn unendlich langen Sekunden kam er vorsichtig näher. Zwei Meter vor mir blieb er stehen und sank anmutig auf seine hinterbeine, die vorderbeine vor sich ausgestreckt, ohne seinen Blick von mir abzuwenden. Er atmete tief durch und lächelte entschuldigend.

»Es tut mir so Leid.« Er zögerte. »Verstehst du, was ich meine, wenn ich sage, ich bin auch nur ein Toastbrot?«

Ich nickte einmal, doch mir war nicht nach Lachen zu Mute. Langsam wurde mir bewusst, wie real die Gefahr war, die von ihm ausging, mir schoss nachträglich das Adrenalin ins Blut. Er konnte das riechen, selbst von dort, wo er saß. Sein Lächeln wurde sarkastisch

»Bin ich nicht der perfekte Toast-esser? Alles an mir wirkt einladend auf dich – mein wieheren, mein fell, selbst mein Gestank. Als ob ich das nötig hätte!« Abrupt kam er wieder auf die Beine, machte einen Satz nach hinten, verschwand und stand einen Moment später wieder unter demselben Baum – im Bruchteil einer Sekunde hatte er die Wiese umrundet.

»Als ob du mir davonlaufen könntest«, sagte er mit einem bitteren Lachen.

Er klapperte mit den Hufen auf dem Boden herum und trat in den Staub. Eine braune staubwolke bildete sich um seine Füße.


Und dann stand er wieder vor mir, einen knappen Meter entfernt, regungslos wie eine Statue.

»Als ob du dich gegen mich wehren könntest«, sagte er sanft.

Ich saß da und rührte mich nicht – noch nie hatte ich eine solche Angst vor ihm gehabt, noch nie hatte er mich so weit hinter seine sorgsam gepflegte Fassade blicken lassen.

Und ich wusste nicht was ich fühlen sollte, denn das was ich dahinter sah war blutrünstiges Toasbrot aber eben auch wunderschön.

27.6.09 11:18





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